Montag, 12. Dezember 2016

Die Podiumsdiskussion

“Chancen und Risiken der Inklusion“ lautet der Titel.
Die Mutter DES JUNGEN ist dazu eingeladen.
Es geht um „eine Gesellschaft, in der jeder Mensch in seiner Individualität akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann.“
So steht es im Programmheft.
Die Mutter fragt sich, wo denn die im Titel angesprochenen Gefahren wohl liegen mögen …
Trotzdem sitzt sie auf dem Podium und erzählt von ihrem Alltag.
Wie sehr der Junge sich wünscht, dabei zu sein.
"Alle Menschen brauchen öfters oder selten einen mehr oder weniger großen Rückzugsraum“, erklärt sie. "Aber niemand will ausgeschlossen werden.“
Die Diskussion geht hin und her.
Da meldet sich jemand im Publikum:
"Vor 70 Jahren hat man diese Menschen noch als lebensunwert getötet. Heute gibt es wunderbare Einrichtungen mit liebevollem Personal. Man muss auch mal zufrieden sein und den Fortschritt würdigen können!"
Die Mutter schweigt.
Aber sie will nicht zufrieden sein.
Und sie will auch nicht den Fortschritt würdigen.

Die Geschichte vorgelesen ...

2 Kommentare:

  1. Kaum zu glauben, aber wahr! Erschreckend wie selbstverständlich solche Sätze für manche sind.

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  2. Vor allem weil auch heute noch viele "dieser" Menschen , um die Worte der Person aus dem Publikum zu verwenden, heute immer noch oder sogar immer mehr getötet werden. Nur meist unbemerkt von der Öffentlichkeit, in Form von Abtreibung.
    Das soll keine Wertung pro oder contra Abtreibung sein, nur eine Feststellung.

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