Montag, 10. April 2017

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Die Mutter holt DEN JUNGEN von der Schule ab.
Als erstes stürmt einer der Mitschüler aus der Klasse und ruft laut:
„Die Inklusionskinder nerven total!“
Die Mutter spricht ihn an:
„Und die anderen Kinder, nerven die nicht?“
„Doch, auch…“, räumt der Junge ein.
„Wer denn?“, möchte die Mutter wissen.
„Paul ist oft gemein, Hannah quatscht die ganze Zeit und Eric war heute voll fies…“, zählt der Junge auf.
„Und warum sagt du dann, die Inklusionskinder nerven total“, fragt die Mutter.
Der Junge zuckt mit den Achseln:
„Für die anderen zusammen weiß ich kein Wort!
Die Geschichte vorgelesen ...

2 Kommentare:

  1. Voilà, da sieht man wieder einmal, dass einzelne "inklusive Schulen" oder auch "Inklusionsklassen" das genaue Gegenteil von Inklusion sind:
    Man kategorisiert erneut eine Sondergruppe und grenzt sie somit aus. Wie früher schon gehabt.
    Inklusion wird es erst geben können, wenn JEDES Kind mit Behinderung bei Bedarf auf JEDE Schule gehen kann. Dann verteilen sich die vormaligen "Inklusionskinder" ganz selbstverständlich in so natürlichen Dosen auf alle Schulen, dass man nur noch Individuen wahrnehmen wird. Und wenn DIE dann nerven, dann darf man sich gerne beschweren, dass Lena oder Lukas nerven - auch DAS wäre dann gelebte Inklusion. (Natürlich können auch Kinder mit Behinderung nerven, das tun aber auch die jeweils einzeln und nicht als die Truppe DER BEHINDERTEN.)

    Fazit: Solange das Wort Inklusion überhaupt genutzt wird, gibt es keine.

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    1. Dies ist allerdings nur so lange der Fall, wie Eltern der "Norm"Kinder das Wort "Inklusions"Kinder so hoch hängen.

      Einfacher wäre, wenn alle nur noch von Kindern sprechen würden!

      Lg Anita
      https://twitter.com/AnitaWorks9698

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