Montag, 28. Mai 2018

Außen


DER JUNGE soll eingeschult werden. Aber wo?
Die Mutter möchte, dass er an einer normalen Grundschule lernt. Vielleicht in einer ausgelagerten Sonderschulklasse? Die fünf Kinder bringen ihren eigenen Sonderpädagogen mit und lernen in Kooperation mit einer Grundschulklasse.
Sehen ist besser als nur davon hören, denkt sich die Mutter und macht einen Hospitationstermin in einer solchen Klasse aus.
Als sie wie verabredet um 8:30 Uhr kommt, fahren die Kinder mit Behinderung gerade mit dem Bus vor. Die Grundschulkinder lesen. Sie sind schon um 7:45 Uhr gekommen.
Die Kinder der „Außenklasse“ gehen in ihr eigenes Klassenzimmer, das neben dem der Grundschüler liegt. Sie frühstücken jetzt erst einmal. Dann holen sie ihre Arbeitsmaterialien heraus und arbeiten an ihren Förderplänen.
In der dritten Stunde gehen sie in das andere Klassenzimmer. Dort steht jetzt Religion auf dem Lehrplan – neben Sport das einzige Fach mit „gemeinsamem Unterricht“. Die Kinder mit Behinderung malen ein Bild, während die Religionslehrerin mit der Grundschulklasse über christliche Feste spricht.
Die Mutter ist ein bisschen irritiert. Die Sonderpädagogin beruhigt sie: Das sei ganz normal, schließlich sei man schon in der 4. Klasse und jetzt werde es für die Grundschüler ja bald „ernst“. Und bei den Leistungen müsse man bedenken: „Die Schere geht immer mehr auf.“
Jetzt ist erst einmal Mittagspause. Die Mutter steht auf und will in die Mensa gehen. Doch die Sonderpädagogin hält sie zurück: „Wir essen immer hier im Klassenzimmer. Die Mensa ist zu groß und laut. Da haben wir auch nicht alle Platz. Hier ist es doch viel gemütlicher!“
Die Mutter möchte nicht mehr länger bleiben. Bevor sie geht, nimmt die Sonderpädagogin sie noch einmal zur Seite: „Sie sehen nicht so begeistert aus“, sagt sie, „aber glauben Sie mir: Gerade die mongoloiden Kinder profitieren von dieser Klasse immer ganz besonders!“
Die Geschichte vorgelesen ...

30 Kommentare:

  1. Ich habe keinen einzigen Sonderpädagogen erlebt, auch keinen Betreuer, der bei meiner Tochter und ihren Klassenkameraden von "mongoloiden Kindern" geredet hat.

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    1. Ich habe das schon erlebt: Nicht von einer Lehrkraft aber von einer Betreuerin, wurde mein Kind einmal allen Ernstes als "Mongölchen" tituliert. -> Man kann es kaum glauben, was es dann ab und an doch noch gibt !!!!!

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  2. Es gibt leider vieles auf der Welt was man nicht immer nachvollziehen kann. Manchmal kommt es von Menschen von denen man es überhaupt nicht erwarten würde...(gekürzt)

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  3. Oh ja !!! Koopklassen ! Die Augenwischerei hat eine neue Dimension erreicht ! Die Förderkinder sind geduldet ! Mehr aber auch nicht . Die „ Inklusion „ geht auch hier nur soweit wie es die sonderpädagogen zulassen ! Und die Lehrer der Regelklasse machen brav mit ! Schließlich möchten Sie sich nicht auch noch zusätzlich um die Förderkinder kümmern müssen . Unsere Förderkinder sizen mit in der koopklasse , das ist als würde man einen Stuhl oder ein Bild zusätzlich in den Raum lassen . Kann man machen und auch sein lassen , bringt dem Förderkind nichts . Die Eltern werden dadurch noch mehr balla balla weil man nie weis woran unsere Kinder gnädigerweise Teil nehmen dürfen und wo dann wieder nicht ! Alles kompletter Schwachsinn

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  4. Ganz aktuell , selbst erlebt ! Mein Sohn mit förderbedarf , nimmt an einem Projekt der koopklasse Teil . Es soll ein Auto gebastelt werden , das ohne kaputt zu gehen eine Rampe herunter fahren kann . Seine Gruppe besteht mit ihm aus 4 Kindern ! Also 3 Regelkinder und mein Förderkind ! Da würde ja jeder sofort denken , das meiner da ganz toll von profitieren kann ?!? Aber von wegen ... mein Sohn hat mir gesagt wie es läuft . 2 der 3 Regelkinder sind anscheinend die klassenclowns und ziehen die ganze Gruppe runter ... mein Sohn mit förderbedarf hat erkannt das diese Konstellation nichts für ihn bringt . Die Pädagogen hingegen scheinen das so in Ordnung zu finden .
    Mir braucht jetzt auch keiner hier kommen mit - Ausnahme - oder so , ich habe aus kooperfahrungen nichts aber auch gar nichts positives zu berichten .

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  5. Fan des Illustrators29.05.2018, 11:50:00

    Der Illustrator skizziert es sehr treffend:
    Bunt, aber eingepfercht!
    Wie kann sich hier ein Miteinander frei entfalten?
    Wo bleibt hier die gegenseitige Inspiration?
    Klassenlehrerin und Sonderpädagogin müssen ein Team werden!

    Teamarbeit war schon in den 80er Jahren ein wichtiges Lernziel in der Schule!

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  6. Bei uns ist es so : 2 koopklassen für eine förderklasse .
    Einmal erste und zweite und einmal dritte und vierte koopklasse.
    Das heißt in den koopklassen wird schon in verschiedenen Jahrgängen unterrichtet .
    Die Förderklasse besteht aus Kindern mit Jahrgängen von 1-4 wobei jedes seine individuelle Behinderung hat , sowohl in Art als auch in Ausprägung .
    Also kommen die förderkinder für 2 Jahre in die eine , und 2 Jahre in die andere Koopklasse. Zusätzlich mit ständigem Wechsel in der förderklasse , da dort immer mindestens 1 Kind das 4 Grundschuljahr geleistet hat und in eine andere Schule kommt.
    Also was ich sagen will : es wird getrennt, sortiert und getrennt ! Wie soll sich da eine Gemeinschaft bilden ? Man ist überall ein wenig aber nirgendwo ganz . Dabei soll sich die Schule auf die Kinder einstellen und nicht umgekehrt . Als Mutter muss ich hier die Fähigkeit besitzen möglichst genau zu wissen welches Kind in welche Klasse kommt oder geht oder wo an welchem Tag mein Kind gerade mit unterrichtet werden darf ...das macht dillie dillie im Kopf und lässt manchesmal kaum noch Kraft sich um die wirklich wichtigen Dinge wie Kulturtechnicken zu kümmern ...

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    1. Welche Pädagogen für die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zuständig sind, ist kaum von den Eltern nachvollziehbar.So geht es auch Eltern aus meinem Freundeskreis! Die Regelschule(Grundschule)ist Haus am Haus mit einer Sonderschule verbunden. Behinderte Kinder im Grundschulalter besuchen die Regelschule mit Koopklassen. Ab der 5-Klasse werden die behinderten Kinder in die Sonderschule nebenan abgeschoben. Wenn Eltern behinderter Kinder aus den Koopklassen mit den Pädagogen unzufrieden sind, dann werden sie nebenan zur Sonderschule verwiesen sich zu beschweren. Da erwartet sie der Schulleiter der Sonderschule, der eigentlich das behinderte Kind aus der Koopklasse(Regelschule) nicht Mal kennt! Die Grundschullehrer machen meistens ein Bogen um die behinderten Kinder.Laut ihnen ist einzig und allein der Sonderpädagoge zuständig!Und wenn Lernentwicklungsgespräche stattfinden,sind die Grundschullehrer nicht Mal dabei!Man muss schon Glück haben, wenn im Förderplan deren Unterschrift zu sehen ist!

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    2. Der Sonderpädagogin muss man aber Recht geben:“Die Schere geht immer mehr auf!“. Dadurch dass behinderte Kinder kaum zur Bildung kommen dürfen, geht die Schere immer mehr auf,für jedes Jahr was sie an Bildung verlieren. Wundert mich manchmal wenn ich in Foren von Eltern lese, dass ihnen der Pflegegrad oder Behindertenausweis aberkannt wird . Die Kinder werden durch den Besuch von Sonderschulen oder solchen Koopklassen nicht selbständiger und auch nicht gebildeter!Sie machen kaum Fortschritte! Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer und nicht besser!

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    3. Ich denke, Inclusion kann funktionieren, wenn viele Randbedingungen stimmen, aber die Schere wird immer weiter aufgehen, da auch sehr fitte Kinder bitte passend gefördert werden sollen. Ja, es gibt Kinder, die bei ihrer Einschulung sich schon für Bruchrechnung interessieren und Räuber Hotzenplotz alleine lesen. Dürfen diese Kinder nie etwas dazu lernen, dass die Schere nicht weiter aufgeht?

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    4. Natürlich geht die Schere immer weiter auf, gerade bei Kindern bei eingeschränkter geistiger Fähigkeiten. Aber zu sagen das Förderschulen den Kindern nix bei bringen und sie nicht selbstständiger machen finde ich nicht richtig. Denn das kommt auf die Förderschule an wie gut sie ist und wie motiviert die Lehrer sind. Aus meiner Erfahrung sind Förderschulen extrem wichtig denn nicht jedes Kind gehört als I-Kind in eine Regelschule. Nicht jedes Kind kann man dort so integrieren das das betroffene Kind sich wohl fühlt. Völlig anders zu sein und überfordert, in eine Sonderrolle gequetscht macht nicht glücklich.
      Unser Sohn wird definitv nicht integrativ eingeschult sondern soll auf eine Förderschule weil es für IHN das beste ist. Was später ist weiss ich nicht aber in einem Jahr wäre er da fehl am Platz und würde auch nicht die Förderung bekommen die er dringend braucht

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    5. Da haben Sie vollkommen recht. Wir haben es genauso gemacht und sind gut damit gefahren.
      Unser Kind erfuhr sehr gute Förderung im Rahmen seiner Möglichkeiten. Eine überschaubare Schulgröße sowie Klassen mit 6-10 Schülern haben unserem Kind geholfen, sich zurechtzufinden und mit seiner Reizoffenheit nicht überfordert zu sein.

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  7. Die Geschichte oben zeigt, dass die Pädagogen nichts anders tun, als die Decke so kräftig es geht auf ihre Seite zu ziehen und das ohne Rücksicht auf die behinderten Kindern. Sie versuchen es sich gemütlich zu machen und ignorieren das Recht auf Bildung behinderter Kinder!

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    1. Gemütlich ist die Arbeit mit Grundschulkindern, egal mit welchem Förderbedarf, wohl eher nie. In meinem Bundesland fehlen nicht nur Grundschullehrer*innen ohne Ende. Quereinsteiger*innen werfen häufig das Handtuch. Offensichtlich ein unattraktiver Beruf, ebenso wie die Pflege. Wir müssen vielleicht bald dankbar sein, wenn überhaupt noch irgendwer bereit ist, zu unterrichten und zu pflegen. Im Pflegebereich würde hier nie jemand abstreiten, dass die Arbeitsbedingungen unterirdisch sind. Warum fällt uns das im Bereich Schule so schwer? Ich kenne Eltern, die sich nach einer Kindergeburtstagsfeier schon erholen müssen.
      Interessanterweise wird eine Studie, die ich mal gelesen habe, hier immer wieder bestätigt: Wenn das Kind nichts lernt, ist die Lehrkraft schuld. Wenn das Kind Erfolg hat, war das Kind super. Aber vielleicht ist dieses Verhalten aus psychohygienischer Sicht vorteilhaft.

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    2. (Antwort an Anonym 01.06.2018, 07:16:00 ). Also ich kenne keine Pfleger,die sich gegen Inklusion,die UN Behindertenrechtskonvention stellen! Aber, Pädagogen schon! Ich bin Mutter eines schwerstbehinderten Kindes und mein Kind hat sowohl eine Sonderschule als auch eine Regelschule besucht. Ich kann viele Beispiele von gelungener Inklusion aus der Schulzeit meines Kindes geben. Ich kann aber auch viele Beispiele geben, wo Pädagogen mit Absicht kein Inklusion machen wollten. Ich haben im Laufe der Schulzeit meines Sohnes sogar ein Sonderpädagoge(Regelschule), der ein ganzes Schuljahr die Arbeit dem Schulbegleiter überlassen hatte. Er hat sich meinem Kind kein einziges Mal gezeigt!Als Grund gab er an, dass er auf den politischen Wandel durch die Wahlen im Bundesland abwartet. Es gäbe ,laut ihm, die Möglichkeit Inklusion zu „umgehen“, wenn die richtigen Politiker an die Macht im Bundesland kämen, die sich gegen Inklusion stellen!

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    3. Genauso wie Kommentator*in 01.06.18,07:16:00 sehr treffend beschreibt, so ist es. Schon am 31. 05. habe ich einen, etwas emotionaleren, Kommentar geschrieben, der entweder nicht veröffentlicht wurde oder von mir nicht richtig abgeschickt worden ist.
      Als Lehrer sagt man ja auch nicht zu einer Mutter: "Sie machen es sich zu Hause gemütlich." Schon gar nicht zu einer Mutter mit behindertem Kind. Hier in diesen Kommentaren ist einiges zu lesen, was sehr einseitig und unsachlich ist. Da ich in beiden Bereichen (Schuldienst/ Mutter von Kindern mit und ohne Behinderungen) jahrelange Erfahrungen (nicht gleichzeitig) gesammelt habe, weiß ich, dass der Lehrerberuf gewiss nicht gemütlich ist. Genauso wenig wie der Alltag einer Mutter mit einem schwerbehinderten Kind.

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    4. Viele Lehrer stellen sich wohl eher nicht gegen Inklusion, sondern gegen die Tatsache, dass sie zusätzliche Aufgaben übernehmen sollen. Als Arbeitnehmerin und Gewerkschafterin habe ich durchaus Verständnis, wenn sich Menschen gegen Arbeitsverdichtung wehren. Unbesehen gibt es sicher auch Lehrkräfte, die unerfreulicherweise gegen Inklusion sind, wie es auch in der Gesamtgesellschaft undemokratische Elemente gibt und Männer, die gegen Gleichberechtigung wettern.
      Ich kann hier immer nicht verstehen, dass von Schule erwartet wird, dass sie besser ist als der Rest der Gesellschaft.

      Ich weiß, dass es im Pflegebereich sehr häufig zu gefährlichen Situationen kommt, weil Personal fehlt oder überlastet ist. Das wäre jetzt wohl eher eine vergleichbare Situation als eine Pflegerin, die gegen Inklusion ist. Denn Inklusion bedeutet für eine Krankenpflegerin ja nicht mehr Arbeit.

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    5. Antwort an Anonym 02.06.2018, 17:56:00“Viele Lehrer stellen sich nicht gegen Inklusion,sondern..“
      Es gibt sogar eine Menge Lehrer,die sich GEGEN Inklusion stellen. Bei den letzten Landtagswahlen in Schleswig Holstein, Niedersachsen und Nordrhein Westfallen gab es bestimmte Politiker unterstützt durch Pädagogen, die plädiert hatten Inklusion, die UN Behindertenrechtskonvention aufs Eis zu legen. Der Bundestag hatte bei den GroKo Verhandlungen nicht Mal ein Wörtchen darüber geredet, wie sie behinderten Menschen in Deutschland unterstützen können. Man hat Inklusion, die UN Behindertenrechtskonvention aufs Eis gelegt, nach dem Motto“aus dem Auge aus dem Sinn!“ .Denn Probleme, die man nicht sieht, müssen Politiker in Deutschland sich anscheinend denen auch nicht stellen!.

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    6. Antwort auf „Ich kann hier immer nicht verstehen, dass von Schule erwartet wird, dass sie besser ist als der Rest der Gesellschaft!“ Es ist sogar sehr wichtig, dass Schulen sich vorbildlich verhalten sollen! Wo sollen den Kindern lernen, was Toleranz und Akzeptanz bedeutet, wenn nicht in Schulen ? Schulen sollten Vorbilder sein!

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    7. Antwort auf“Denn Inklusion bedeutet für eine Krankenpflegerin ja nicht mehr Arbeit“ selbstverständlich bedeutet das Ignorieren der Inklusion, UN Behindertenrechtskonvention auch mehr Arbeit für die Pfleger! In der Zukunft wird jeder Zweite in deutschland pflegebedürftig sein, so gesehen ein Pflegegrad haben und ein Behindertenausweis mit sich tragen. Dadurch dass manche Politiker sich gegen Inklusion, die UN Behindertenrechtskonvention gestellt haben, hat der Bundestag auch keine Notwendigkeit gesehen die Pflegepolitik zu finanzieren und jetzt steht Deutschland da ohne Pflegekräfte! Es mangelt an Pflegepersonal sowohl in der häuslichen Pflege als auch in Wohnheime. Die Wohnheime müssen mit wenig Personal arbeiten. Das bedeutet für das Personal auch MEHR ARBEIT!

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  8. Wie können diese bösen Lehrer in der Grundschule nur all ihren Schülern gerecht werden wollen? Das geht ja Mal gar nicht!
    Kinder mit Behinderungen muss man anders behandeln als Kinder ohne Behinderungen weil sie andere Bedürfnisse haben.
    In der vierten Klasse wird für die Kinder der Grundstein für ihr weiteres schulisches Leben gelegt und dabei können Kinder mir Behinderungen leider ein Störfaktor sein.
    Es macht also durchaus Sinn die Kinder hierbei zu trennen.
    Außerdem bin ich mir sicher, dass die Lehrerin in Ihrer Geschichte die von "mongoloiden" Kindern geredet hat einfach in einer Zeit geboren wurde in der man dieses Wort noch gebraucht hat. Das Ihr das also Mal so rausrutscht ist zwar nicht gerade optimal aber sicher nachvollziehbar und auch verzeihbar (außer man hat unglaubliche Komplexe).
    Dieser Artikel sieht nach dem Werk einer Person aus, die sich die Schwächen ihres Kindes nicht eingestehen will und nach mehr nicht.
    Zu dem Kommentar mit den "Mongölchen" möchte ich sagen, dass ich die Geschichte für erstunken und erlogen halte, so etwas würde nämlich tatsächlich kein Pädagoge über ein Kind sagen.
    Ich hoffe Sie können hier auch etwas Kritik und Gegenrede vertragen, denn auch falls Sie meinen Kommentar löschen sollten wird er dadurch nicht weniger wahr.

    Mit freundlichen Grüßen
    ein Kritiker

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    1. Nur mal der Vollständigkeithalber: meinen Kommentar als Leser dieses Blogs als "erstunken und erlogen" zu bezeichnen ist alles andere als "etwas Kritik und Gegenrede"

      ..... trotzdem und gerade deswegen: danke an kirstenmalzwei, die souverän genug sind, Ihren Beitrag nicht zu löschen und stattdessen Ihnen die Chance geben sich so zu zeigen, wie Sie sind....viel Spaß Ihren Mitmenschen im RL!

      Übrigens finde ich die Tatsache, dass jemand Kinder mit Behinderung als STÖRFAKTOR bezeichnet noch wesentlich beleidigender als die Bezeichnungen "Mongölchen" oder "mongoloid". Aber das liegt wahrscheinlich nur an meinen "unglaublichen Komplexen".

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    2. Lieber Kritiker Anonym 02.06.2018, 00:15:00 Ich bin Mutter eines schwerstbehinderten Kindes und ich bin nicht da um erwachsene Menschen zu erziehen!Möchte Sie nicht belehren! Ich kann aber als gläubige Frau nur hoffen, dass Gott Ihnen irgendwann die Chance gibt immer und immer und immer wieder geboren werden, bis Sie gelernt haben worum es im Leben geht!

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    3. Ja erst Mal tatsächlich großen Respekt an die Bloggerin meinen Kommentar nicht zu löschen sondern online zu stellen. Hätte ich tatsächlich so nicht erwartet, da habe ich mich wohl in Ihnen getäuscht.

      Zu Kommentar 1:
      Ja Ihre Geschichte kam mir etwas zu übertrieben rüber, weshalb ich sie angezweifelt habe. Meine Wortwahl war vielleicht etwas drastisch, das mag natürlich sein. Sollte Ihre Geschichte tatsächlich wahr sein, so entschuldige ich mich aufrichtig dafür solche Worte bunutzt zu haben.
      Wenn Sie sich an dem Wort "Störfaktor" stören, so möchte ich Sie bitten mir ein Wort vorzuschlagen, dass Sie als nicht beleidigend empfinden.
      Im Übrigen haben meine Mitmenschen im RL durchaus kein Problem mit mir. Nicht weil wir alle böse Menschen sind, sondern weil wir unsere unterschiedlichen Meinungen und Ideen diskutieren, ohne hinterher auf einander sauer zu sein, weil wir nicht einer Meinung sind.

      Zu Kommentar 2
      Zu erst großen Respekt dafür, dass Sie sich bewusst für ein schwerstbehindertes Kind entschieden haben, ich weiß dass es heute viele Eltern gibt die sich dagegen entschieden. Glauben Sie mir, ich bin selbst ein gläubiger Mensch und ich achte keinen Mitmenschen schlechter als den Anderen, ganz egal ob dieser mit oder ohne eine Behinderung geboren wurde. Das ändert jedoch nichts an meiner Meinung, dass unterschiedliche Kinder unterschiedliche Bedürfnisse haben und das man sie deshalb auch unterschiedlich schulisch unterrichten muss. Nicht weil ein Kind mit Behinderung weniger wert ist, sondern weil es etwas anderes braucht.
      Beste Grüße Ihnen beiden und einen schönen Sonntag

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    4. Lieber Anonym(03.06.2018, 13:17:00 )
      Mein schwerstbehindertes Kind hat die ersten Schuljahre eine Sonderschule besucht. Da er sich dort nicht integrieren konnte und wie sie es oben beschreiben haben,als "Störfaktor" angesehen worden ist, hat er auf eine Regelschule wechseln müssen. Hier werden die behinderte Kinder NICHT als "Störfaktor" angesehen. Hier werden die behinderten Kinder respektiert. Dass Kinder unterschiedliche Bedürfnisse haben, gebe ich ihnen Recht! Die Schule meines Sohnes stellt sich auf die Bedürfnisse meines behinderten Kindes ein!.Sie haben verstanden was Inklusion bedeutet! Inklusion bedeutet, dass die Gesellschaft sich anpassen soll und nicht andersrum! Auch hier läuft es manchmal nicht 100%ig. In einer Sonderschule aber auch nicht!

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    5. Durch die falsche Politik, die jahrelang in Deutschland betrieben worden ist, hat man sich daran gewöhnt behinderte Kinder als ein Problem ,als "Störfaktor" in Schulen anzusehen. Es wird Panik in der Bevölkerung ausgelöst. Man unterstellt behinderten Kindern das Leistungsniveau der Schulen runter zu ziehen. Politiker suchen selbstverständlich nie die Schuld bei sich .Man hat sich daran gewöhnt auf die sozial Schwachen zu hauen, anstatt die Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen um behinderte Menschen INMITTEN der Gesellschaft zu integrieren. Milliarden,die wir brauchen um Pädagogen auszubilden und Schulen so zu bauen, wo behinderte Kinder auch integriert werden können.Die Zustände sind genauso katastrophal auch in den Sonderschulen.

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    6. Lieber Anonym(03.06.2018, 13:17:00 ), sie halten die behinderten Kinder als "Störfaktor" ,weil sie so erzogen worden sind!!! In Deutschland ist es leider üblich, wenn Kinder den Anforderungen einer Schule nicht nachkommen als "Störfaktor" angesehen werden! Wenn Kinder den Anforderungen eines Gymnasiums nicht nachkommen, werden sie auf Gesamtschulen abgeschoben. Und so geht es auch Kindern auf Gesamtschulen. Wenn sie den Anforderungen nicht nachkommen, dann werden sie auf Realschulen oder Hauptschulen abgeschoben. Von hier werden welche Kinder auf Sonderschulen Schwerpunkt Lernen und von da werden Kinder die den Anforderungen nicht nachkommen auf Sonderschulen Schwerpunkt geistige Entwicklung abgeschoben. Die Kinder lernen nichts anders als "Abschieben".So lautet die Devise in deren Erziehung! Man schiebt sie aus dem Auge aus dem Sinn weiter! In Hamburg hat man vor ein paar Jahren Stadtteilschulen eingeführt um dieses Abschieben zu vermeiden. Man hat Gesamtschulen, Realschulen, Hauptschulen und Förderschulen Schwerpunkt Lernen zusammen gestellt und sie Stadtteilschulen genannt. Kinder sollen lernen was Verantwortung bedeutet, sich einem Problem zu stellen und nicht davon laufen!

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    7. Wenn Sie eine reguläre Schule gefunden haben, an der die Lehrer tatsächlich Ihrem schwerstbehinderten Kind gerecht werden können, kann ich Sie nur beglückwünschen. Ich habe großen Respekt vor solchen Lehrern. Sie sollten diese Lehrer auch ermutigen Ihre Erfahrungen und Methoden mit anderen Lehrern zu teilen, denn die meisten Lehrer an regulären Schulen sind mit der Betreuung von Kindern mit Behinderungen hoffnungslos überfordert.
      Zu Ihrer Aussage, dass sich die Gesellschaft anpassen soll, hätte ich gerne einige konkrete Beispiele, wie Sie sich eine solche Anpassung vorstellen.

      Auch für die Integration "Inmitten der Gesellschaft" hätte ich gerne ein paar praktische und konkrete Beispiele.

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  9. Wir haben wieder einmal eine dringende Bitte an alle KommentatorInnen: Bitte fassen Sie sich kurz! Essayartige Ausführungen können wir hier nicht veröffentlichen. Unser Ziel ist es, dass unser Blog auch auf mobilen Geräten noch gelesen werden kann, und das ist schon fast nicht mehr der Fall. Wir versuchen, lange Kommentare zu kürzen. Wenn uns das allerdings nicht gelingt, veröffentlichen wir sie gar nicht. Und zwar völlig unabhängig vom Inhalt.

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  10. Das kann ich nur bestätigen. Für viele Kinder mit Behinderung sind Klassen mit mehr als 6-10 Schüler eine Überforderung. Ebenso Schulen mit mehreren hundert Schülern. Es gibt tatsächlich Förderschulen, auf denen behinderte Schüler sowohl im kognitiven als auch im praktischen Bereich optimal gefördert werden.

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Danke für Ihre Anmerkung. Wir behalten uns vor, diese hier zu veröffentlichen.