Montag, 8. Oktober 2018

Excel

DAS MÄDCHEN lernt an der Hauptschule in einer ausgelagerten Klasse der Sonderschule, gemeinsam mit drei Jungs und zwei anderen Mädchen. Sie sind in der Abschlussklasse.
 Ihre Lehrerin, die von der Sonderschule mitgekommen ist, legt viel Wert auf lebenspraktische Fähigkeiten. Sozusagen im Endspurt. Vor allem um diese Fähigkeiten dreht sich deshalb auch das Förderplangespräch mit der Mutter.
„Und dann möchte ich mit Ihnen noch im Zusammenhang mit der Sauberkeitserziehung über den Toilettengang sprechen“, sagt die Lehrerin ziemlich am Ende. Die Mutter nickt und antwortet: „Ja, das wollte ich auch schon ansprechen. Mir fällt auf, dass meine Tochter nie mehr in der Schule zum Klo geht. Das ist natürlich vor allem, wenn sie ihre Tage hat, nicht so günstig.“
„Das sehe ich auch so“, sagt die Lehrerin und beginnt zu erklären:
Die drei Mädchen haben, anders als die drei Jungs, in der Hauptschule eine extra Toilette. Draußen sind deren Fotos auf die Tür geklebt. Damit sie nicht aus Versehen mal auf die „normale“ Mädchen-Toilette gehen.
„Und drinnen“, erklärt die Lehrerin, „habe ich drei Excel-Tabellen an die Wand geklebt. Einen Menstruationskalender! Da trägt dann jedes Mädchen ein, wann und wie lange es seine Tage hat.“
Die Mutter ist sprachlos.
„Und meine Tochter…“, beginnt sie vorsichtig, „trägt sie da auch etwas ein?“
„Nein“, sagt die Lehrerin seufzend, „sie will nicht! Aber das kennen wir ja schon: Sie ist eben immer wieder sehr bockig!“
Die Geschichte vorgelesen ...

33 Kommentare:

  1. Das ist unfassbar. Ich kann es kaum glauben. Eine Extratoilette mit Fotos? Die andere Toilette darf von den Mädchen nicht genutzt werden? Wie Aussätzige an den Pranger gestellt? Das soll Inklusion sein? Und dann hängen in der Toilette Kalender, in die die Mädchen ihre Menstruation eintragen müssen? Das geht die Lehrerin überhaupt nichts an (außer es hat spezifische Gründe und wurde VORHER mit den Mädchen und Eltern abgesprochen und vereinbart). Ich hoffe, die Mutter hat Beschwerde eingereicht und diese Extratoilette wurde abgeschafft!

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  2. Bevor jetzt irgendwer meint, dass es richtig ist, dass die Lehrkraft derartig informiert gehört

    NEIN - IST ES NICHT

    Und schon gar nicht öffentlich als Aushang.

    Manche Sonderpädagogen sind echt die Hölle.

    Anita
    (https://twitter.com/AnitaWorks9698)

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    1. Woher wollen Sie wissen, dass es nicht einzelne Fälle gibt, in denen die Lehrkraft " derartig informiert gehört"? Haben Sie eine Tochter mit geistiger Behinderung? Vielleicht will die Lehrerin ihren Schülerinnen beibringen, ihren Menstruationszyklus zu beobachten, zu dokumentieren und sich antizipierend darauf einzustellen? Öffentlich ist es auch nicht wirklich, denn diese Toilette geht ja andere Schüler nichts an. Obwohl ich selbst nicht auf die Idee käme, solche Tabellen aufhängen zu lassen, auch nicht in einer separaten unöffentlichen Toilette. Eine separate Toilette kann übrigens durchaus Sinn machen: Wenn eine Begleitperson beim Toilettengang notwendig ist, sind enge Einzelkabinen für diese eine Zumutung, wir ich aus Erfahrung mit meinem Kind weiß. Noch heute muss ich meinem erwachsenen Kind manchmal eine Windel anlegen. Im übrigen stimme ich der Kommentatorin zu, die die Pauschalierungen hier unpassend und unfair findet.

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    2. Was ist den verkehrt,wenn man Toiletten einrichtet, die sowohl von behinderten als auch von nicht behinderten Menschen benutzt werden dürfen? Mein behindertes Kind besuchte auf der Regelschule eine Mädchentoilette .Die Jungstoilette war nicht behindertengerecht eingerichtet(Liege zum Windel wechseln usw).Wenn die Kinder lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen,dann können sogar behinderte Jungs eine Mädchentoilette besuchen.Als Baumaßnahmen in der Schule meines Sohnes stattfanden,da mussten die Jungs auf die Mädchentoilette gehen. Es wurde abwechselnd ein Schild aufgehängt. Es geht darum,Kinder zu erziehen,Rücksicht auf ihre Schulkollegen zu nehmen,auch wenn sie anders sind.Tun wir das nicht die meisten von uns tagtäglich,zum Beispiel,wenn wir öffentliche Verkehrsmittel benutzen? Wir warten auch alle geduldig, wenn behinderte Menschen mit Rollatoren einsteigen(es wird eine Rampe aufgestellt).Wir betrachten es inzwischen alle als selbstverständlich.In der Schule oben in der Geschichte geht es leider nicht so tolerant zu! Die Sonderpädagogin selbst ist INTOLERANT! Der Satz am Ende sagt schon alles über ihre Kompetenz,ihre Menschlichkeit aus("Sie ist immer wieder sehr bockig!").Es ist einfach respektlos!

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    3. Nichts ist falsch, wenn man Toiletten einrichtet, die von behinderten und nicht behinderten Schülern benutzt werden dürfen. Es geht doch um was anderes: wie Sie auch schreiben, braucht ihr Kind einen Toilettenraum mit einer Liege zum Wickeln. Ebenso gibt es Schüler, die ,oft jahrelang , ein Toilettentraining absolvieren müssen. Das geht nicht in engen Einzelkabinen! Und ein Kind, das stehen kann, braucht auch nicht unbedingt eine Liege zum Wickeln. Da reicht ein größererToilettenraum, z.B.eine Toilette für Rollstuhlfahrer. Da geht es doch um individuelle Bedürfnisse der Kinder und nicht um "nicht dürfen"!

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  3. Mir fehlen die Worte! Sonderpädagogen müssten verboten werden! Wahrscheinlich gäbe es dann keine verkorksten behinderten Menschen mehr!

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    1. Das Verhalten der Lehrerin ist vollkommen deplatziert, keine Frage. Aber Ihre Verallgemeinerungen finde ich genauso unpassend, falsch und ungerecht gegenüber den Fachkräften, die ihren Job gut machen und die gibt es ebenso wie es inkompetente Leute gibt

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    2. Ich frage mich ernsthaft, was passieren würde, wenn es keine Sonderpädagogen gäbe? Es würde unseren Kindern meiner Ansicht nach besser gehen. Keiner, de Ihr Können ständig in Frage stellt, keiner, der sie wie kleine Kinder behandelt, keiner, der sie wie Außerirdische absondert. Ich stelle den Beruf des Sonderpädagogen ernsthaft in Frage. Ich habe bisher leider nur eine Sonderpädagogin kennengelernt, die ihren Job gut macht. Die zehn anderen tun es nicht, sondern machen mein Kind noch behinderter als es ist! Das ist die Realität!

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    3. Antwort an Anonym 19:09:00
      Ich bin Mutter eines behinderten Kindes und muss Ihnen Recht geben. Ich habe im Laufe der Schuljahre meines Kindes wenige Sonderpädagoge kennengelernt, ier für die Rechte behinderter Kinder gekämpft haben. Die Sonderpädagogen geben an Wert auf lebenspraktische Fähigkeiten,für Selbständigkeit der behinderter Kinder zu kämpfen.Es ist an sich ein Widerspruch! Diese Sonderpädagogen meinen meistens eine Selbständigkeit,die sich NUR unter behinderte Menschen abspielen darf und dann am liebsten NUR unter behinderte Menschen!Sonderpädagogen die ich kennengelernt hatte,gaben an Sonderlehramt studiert zu haben, weil sie eine hohe emotionale Intelligenz besitzen(Menschlichkeit, Feingefühl,Taktgefühl...).Oben in der Geschichte ist sie leider nirgendwo zu erkennen.Ich frage mich manchmal auch,wo sind diese Sonderpädagogen,die voll bepackt von Idealismus sind die Welt zu retten, mit Plakate auf die Strasse gehen sollten, um für die Rechte behinderter Menschen zu kämpfen,für deren Integration INMITTEN der Gesellschaft. Wo sind sie? Letztes Jahr hatten wir in Deutschland eine Menge Sonderpädagogen gehabt,die mit Plakaten auf die Strassen gingen und riefen"Legen wir Inklusion aufs Eis!",mit anderen Worten,die Rechte behinderten Menschen aufs Eis legen.Da ist von Menschlichkeit nichts mehr zu sehen!

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    4. zu Anonym08.10.2018, 19:09:00
      Da bin ich mir nicht so ganz sicher. Wir haben einen autistischen Klienten im Rahmen seiner Berufsausbildung in einen regulären Betrieb geschickt und diese Menschen dort sind überhaupt nicht zurecht gekommen und haben das Praktikum abgebrochen, was für uns absolut unverständlich war, denn der Klient verfügt über alle Schlüsselqualifikationen, die sich Betriebe wünschen und ist ein geschickter Handwerker. Er mag etwas langsam sein und auf Ansprache nicht unmittelbar reagieren, aber tun das viele Nichtautisten nicht auch?

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    5. Lieber Anonym 09.10.2018, 11:05:00, ich kann Ihnen eine Antwort geben weswegen, es bei manchen autistischen Klienten in Betriebe deren Integration nicht funktioniert,obwohl sie für den einen oder anderen Beruf qualifiziert wären!Mein Sohn hat ähnliche Probleme. Er besucht zur Zeit eine Berufsschule und sie werden es nicht glauben,aber der Sozialpädagoge hat nie eine Fortbildung zum Thema Autismus gemacht.Mein Kind ist aber nicht das einzige autistische Kind auf dieser Schule! In der Sonderschule meines Kindes hatte kein Pädagoge eine Fortbildung zum Thema Autismus gemacht. Der Schulleiter der Schule bestätigte mir dies im Mitteilungsheft meines Sohnes.Die Schule war schon ein paar Jahrzehnte da und mein autistisches Kind kam nicht von Mars.Es war nicht das einzige autistische Kind!
      Wenn autistische Menschen auf unqualifizierte Sonderpädagogen treffen, dann muss man sich nicht wundern,dass diese Menschen nirgendwo in einen Betrieb Fuß fassen können oder sich sogar in eine Schule integrieren können.Was nutzt es autistischen Menschen mit Menschen zu arbeiten,die sich als Sonderpädagogen bezeichnen,wenn sie ihre Behinderung nicht verstehen,weil sie keine Fortbildungen im Laufe der Jahre gemacht haben? Hinzu kommt,dass an den behinderten Menschen noch gespart wird. In den Berufsschulen und Behindertenwerkstätten ist meistens eine Arbeitsassistenz für mehrere behinderte Menschen zuständig. Manche behinderte Menschen bräuchten zumal für die Anfangszeit eine eins-zu-eins Betreuung.Viele behinderte Kinder haben in der Schulzeit eine eins-zu-eins Betreuung,Hilfe,durch einen Schulbegleiter. Sie werden sozusagen in den Betrieben ins kalte Wasser geworfen!Diese Hilfe wird leider wegen Sparmaßnahmen nicht gegeben.So werden dann behinderte Menschen in Betriebe nicht aufgenommen und das obwohl sie ein riesen Potenzial haben. Sie werden dann in Tagesstätten abgschoben,wo sie Jahrzehnte vor sich hin vegetieren!

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    6. Sonderpädagogen schauen stets durch die Behindertenbrille. Ihnen fehlt meiner Ansicht nach der Bezug zum Normlen. Wenn es in einem Regelbetrieb nicht klappt, dann hat es nichts damit zu tun, ob es Sonderpädagogen besser machen. Man könnte auch fragen, ob Sie den behinderten Menschen auf die Realität da draußen genug vorbereiten?

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    7. Wir geben unser Möglichstes, aber Vorurteile und Berührungsänste existieren nun mal leider. Wir sind übrigens keine Sonderpädagogen, sondern Handwerksmeister. Es ging auch nicht darum, ob Sonderpädagogen besser oder schlechter sind, sondern dass es überalles Probleme geben kann.

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    8. Was meinen Sie mit "auf die Realität da draußen genug vorbereiten"? Dass wir daran arbeiten sollen, dass der Klient weniger "behindert" wirkt? Der Klient ist genau richtig wie er ist. Er ist Autist und das ist auch gut so! Es gibt keinen Grund die Persönlichkeit des jungen Mannes zu manipulieren. Wenn die Gesellschaft ihn trotz seiner vielfältigen Kompetenzen nicht akzeptieren will, ist das nicht ein Fehler des Klienten oder seiner Assistenten. Ich sehe den Fehler deutlich in der Gesellschaft.

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  4. Wenn diese Lehrerin so offen ist und keine Tabus kennt,da frage ich mich warum sie nicht mit Beispiel voran geht und auch ihre eigene Excel-Tabelle (Menstruationskalender)neben die der Mädchen an die Wand gehängt hatte? Aber,vielleicht ist es auf der Schule so üblich,dass die Pädagogen am Eingang der Schule in Form von Excel-Tabellen ihren Menstruationskalender und die Tage an denen sie Diarrhoe und Obstipation hatten,eintragen...dort wo jeder es sehen kann!Bin einfach nur sprachlos was es so alles gibt.....

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  5. Ich würde das Verhalten der Sonderpädagogin eher als Berufsblindheit bezeichnen. Dies trifft man auch so oft in der Pflege. Hatte in der Sonderschule meines Kindes des Öfteren dies beobachtet.In der Sonderschule meines Kindes hatten die behinderte Kinder über Jahre während des Schulaufhenthalts keine Liegemöglichkeiten gehabt.Selbst wenn ein Kind verletzt war, wurde es nicht in ein Sanitätsraum behandelt, sondern im Sitzen oder Stehen.Wenn Kinder plötzlich krank wurden, dann wurden die Eltern gebeten ihre Kinder von der Schule abzuholen. Die Eltern sammelten ihre Kinder dann vom Fußboden der Klasse auf.Da waren alle Pädagogen samt Schulleitung berufsblind.

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  6. Ein ähnliches Problem hatte ich auch als mein Sohn die Regelschule besuchte. Mein autistischer Sohn verweigerte den Toilettenbesuch der Jungs,weil ihm der Raum zu eng war(Wahrnehmungsprobleme).Die Mädchentoilette war um das zig fache größer. Der Sonderpädagoge schlug uns auch vor,dass mein Sohn eine große Toilette im Nebengebäude besuchen kann. Da mein Sohn die Toilette im Nebengebäude nicht mochte und er sie gegenüber der Klasse haben wollte,haben die Mädchen auch kein Problem damit gehabt,dass mein Sohn auf die Mädchentoilette gehen konnte. Und dies tat er all die Schuljahre. Mein Sohn nahm Rücksicht auf die Mädchen und die Mädchen nahmen Rücksicht auf meinen Sohn.Ich habe in all den Jahren nie ein Nasenrümpfen seitens der Pädagogen oder Schüler erleben müssen. Es funktioniert wenn man es will! Man muss nur die Pädagogen haben, die die Kinder zu Toleranz und Akzeptanz erziehen. So wird das dann auch nicht als Problem angesehen!

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  7. Autsch! Fotos an der Toilettentür! Peinlicher geht es kaum noch - ach so doch, ich „, mit Menstruationskalender innen. Ich frage mich die ganze Zeit, wo der Sinn diese Extra- Toilette sein soll? Um dort den Kalender aufhängen zu können vielleicht?
    Oh man, diese gut gemeinten Privilegien sind doch echt schlimm. Ich möchte jeden Falls keine extra Toilette mit Foto. Fehlt eigentlich nur noch, dass jemand „ inklusive Toilette“ dranschreibt ;-)

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    1. Ich denke nicht,dass die Pädagogin es mit den Fotos schlecht gemeint hat!Sie werden sich vielleicht wundern,aber Piktogramme und Piktobilder werden als Hilfsmittel zur Unterstützten Kommunikation behinderten Menschen eingesetzt. Stellen Sie sich vor ein behindertes Kind das Aufgrund seiner Behinderung(Wahrnehmungsprobleme) beim Verlassen der Klasse auf einen langen Flur der Schule steht und eine Tür wie die andere aussieht und Icons(Piktogramme) nicht erkennen kann.Es wird unruhig! Es muss dann jede einzelne Tür öffnen bis es die Toilettentür erreicht hat.Dieses Kind ist dann auf Piktobilder angewiesen. In gut funktionierenden Schulen oder Krankenhäuser werden bunte Streifen am Boden oder an der Wand gemalt,die behinderten oder verwirrten Menschen den Weg zeigen,sei es zur Toilette oder zum Fahrstuhl oder zum Labor. u.s.w. Mein Kind war auf der Regelschule auch auf Piktobilder und Piktogramme als Hilfsmittel angewiesen.Selbstverständlich muss man so was nur mit dem Einverständnis der Schüler machen. Meinem Kind haben diese Hilfsmittel in der Orientierung unglaublich viel geholfen...und kein Schüler hat ihn ausgelacht,weil diese Schüler aufgeklärt worden sind. Schlimm finde ich schon den Menstruationskalender. Es gibt wenige Mädchen oder Frauen,die was Positives damit verbinden.Es ist in der Gesellschaft ein Tabuthema,dass nicht gerne an den Pranger gestellt wird.

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    2. Gegen Piktogramme hat niemand etwas, aber gegen die Fotolösung. Man hätte statt dessen ein Toilettenpiktogramm auf die Tür kleben können, und zwar bei allen (!) Toiletten.

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    3. ...Mein Sohn hat Aufgrund seiner Behinderung zig Probleme. Die Kinder haben gelernt ihn so zu nehmen, wie er ist....auch wenn er Fotos überall gebraucht hat um sich im Klassenraum oder Schule zurecht zu finden. Diese Fotos hat er immer dann gebraucht,wenn was Neues auf ihn zukam...Die Pädagogen klärten die Kinder auf.Die kinder haben gelernt,dass die Menschen unterschiedlich sind...Keiner hat mein Kind wegen seiner Behinderung jeweils verspottet weil Fotos von ihm irgendwo aufhingen.Die Schüler sahen es irgendwann als die normalste Sache der Welt!
      Im Kindesalter lernen die Kinder am besten was Akzeptanz und Toleranz bedeutet,und das lernen sie in ihrer Erziehung durch Eltern Zuhause oder durch Pädagogen in der Schule.
      Leider geht es in der Schule in der Geschichte oben nicht so tolerant zu,sonst würde die Mutter nicht so sprachlos im Gespräch sitzen. Solche Fotos von den Kindern sollten eigentlich kein Problem sein,wenn man die Klassen-und Schulkollegen zu Toleranz erziehen würde. (Kommentar gekürzt)

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    4. Abgesehen davon, dass ich bezweifele, dass die Mädchen überhaupt ein extra Klo benötigen ( in der Geschichte klingt es jetzt nicht so, als ob sie einen Wickeltisch oder Platz für Rollstuhl benötigen) , gebe es wirklich schönere Lösungen als die mit den Fotos. Man könnte zum Beispiel an beide Toiletten Piktogramme hängen, z.B. die gleichen nur in unterschiedlichen Farben oder ein anderes Merkmal, das die Kinder sich merken können, von mir aus auch das klassische „ Behindertklo-Symbol“ ( falls es hier wirklich eine besondere Austattung gibt) . Und ja, Piktogramme können sehr hilfreich sein, aber man muss auch überlegen, ob sie nötig sind, oder ob nicht mit einem kurzem Training das gleiche erreicht werden kann.
      Ich frage mich ja immer noch nach dem Grund der Extratoilette. Ich finde Extras sollten immer nur sein, wenn unbedingt erforderlich. Ein Menstruationkalender wäre hier auf jeden Fall kein Grund!

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    5. Auf Deutsch gesagt: Es gibt behinderte Kinder, die Hilfe beim Toilettengang brauchen. Jedes Mal. Und auch bei der Monatshygiene. Wie würden Sie das machen, als Pädagogin oder Schulbegleiterin? Sich in einer engen Kabine herumquetschen, um dem Kind zu helfen? Ich zumindest bin froh, wenn ich unterwegs mit meinem Kind eine genügend große Toilette finde.

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  8. Die Sonderpädagogin kommt von einer Sonderschule! In den Sonderschulen Schwerpunkt GB ,zum Beispiel, haben die Kinder unterschiedlichen Grad der Behinderung. Die Kinder haben die Diagnose Entwicklungsverzögerung, Entwicklungsstörung,Behindert,Schwerbehindert und Schwerstbehindert. Würde solch ein Menstruationskalender in der Toilette der Klasse der Sonderschule aufhängen,dann würden höchstens zwei Mädchen den Sinn darin verstehen.Erstens sind manche behinderte Kinder so schlimm von der Behinderung betroffen,dass sie an ein solch Kalender vorbei gehen würden, weil sie den eh nicht verstehen und zweitens können die meisten eh nicht lesen,weil sie kaum zur Bildung kommen dürfen.Das Problem ist,dass die Sonderpädagogin ihre Arbeitsmethoden der Sonderschule auf die Hauptschule überträgt, ohne sich Gedanken darüber zu machen!

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  9. In dubio pro reo. Wir wissen nicht, welche Gründe die Lehrerin für ihr pädagogisches Vorgehen hat. Warum wurde sie von der Mutter nicht gefragt? Egal, wie wir über ihre Vorgehensweise denken, fair sind die meisten Kommentare der Lehrerin gegenüber nicht mehr. Und wie oben eine Kommentatorin schreibt: die Verallgemeinerungen sind unpassend, falsch und ungerecht.

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    1. Lieber Anonym 11:10.2018, 21:48.00.man sollte selbstverständlich nicht verallgemeinern,man sollte doch nicht alle Sonderpädagogen als Inkompetent bezeichnen,bzw alle im gleichen Topf rein stecken. Aber,seien wir mal ehrlich!Tun das die meisten Pädagogen nicht auch mit den behinderten Kindern? Man liest doch immer wieder Kritik in den Medien über die behinderten Kindern in Regelschulen. Es sind meistens Texte die von Pädagogen verfasst sind. (zum Beispiel "Wenn Förderschüler eine ganze Schule tyranisieren!"). Hier wird auch verallgemeinert.Hier werden auch alle behinderte Kinder im gleichen Topf rein gesteckt. Wo ist ihr Kommentar ,wo sie ihren Frust raus lassen,über diese Ungerechtigkeit? Würde ich gerne lesen!

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    2. Antwort an Anonym, 21:48:00.
      Letztes Jahr im Sommer erschien im Kino ein Film über Inklusion. Tage später konnte man Überschriften in den Medien zu diesem Film lesen"Frau...(Lehrerin) schafft es nicht mehr!. Immer wieder werden in den Medien behinderte Kinder an den Pranger gestellt als ein Problem an dem Deutschland scheitert....bzw an deren Integration scheitert(hier wird fleißig verallgemeinert).Wenn es Mal ein Blog wie diesen gibt,wo Eltern auch Mal ihre Unzufriedenheit über die miserable Schulpolitik und über Pädagogen raus lassen, dann finde ich es traurig, dass es welche Leser gibt ,die Kritik ausüben! Wie heißt es so schön"Wie man in den Wald hinein ruft,so kommt es auch zurück!:Diejenige,die auf die Rechte behinderten Kindern mit den Füßen treten sollen noch Anerkennung erwarten? Wo sind diese Sonderpädagogen,die sich an die Medien wenden und FÜR die Rechte behinderter Kinder kämpfen?

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    3. Mit diesem wie du mir, so ich dir kann ich nichts anfangen. Weil andere sich falsch verhalten und verallgemeinern, mache ich das auch? Das wird die Situation von Menschen mit Behinderung meiner Ansicht nach auch nicht verbessern.

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    4. Antwort an Anonym 05:31.00.Sie haben Recht,es verbessert nichts an die Situation von Menschen mit Behinderung! Erwarten Sie,dass Eltern das so hinnehmen und schweigen? Das taten sie jahrelang! Seit Jahren wird auf die Rechte behinderter Menschen mit den Füßen getreten. Manche Pädagogen üben seit Jahren Kritik in den Medien aus. Pädagogen gehören doch zu den Intellektuellen in Deutschland. Eine Überschrift,wie " Wenn Förderschüler eine ganze Schule tyranisieren!" ist einfach Behindertenfeindlich und Menschenverachtend!Und das wird so von den Pädagogen hingenommen und keiner übt Kritik aus!Durch solch eine Überschrift,suggeriert man dem Volk,dass behinderte Kinder eine Plage sind,mit dem Deutschland nicht klar kommt! Meinen Sie nicht dass eine Überschrift wie "Politiker haben zu der Integration behinderter Kinder in Deutschland versagt" oder" Wo bleiben die Milliarden Euro auch für die Integration behinderter Menschen in Deutschland?" nicht passender wäre?

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    5. Der besagte Artikel bezieht sich nicht auf Kinder mit einer Behinderung, es heißt auch nicht"Behinderte Schüler tyrannisieren eine ganze Schule" oder, verallgemeinernd, "Alle Förderschüler tyrannisieren Schulen". Es dreht sich hier um drei Kinder mit emotional-sozialem Schwerpunkt, die in einem Heim für erziehungsschwierige Kinder aufwachsen. Fakt ist, dass in Regelschulen, in denen viele Schüler dieses Schwerpunkts unterrichtet werden, vornehmlich in Brennpunktschulen, aber auch in anderen immer häufiger, oft fast kein regulärer Unterricht mehr möglich ist. Es geht aus dem Text klar hervor, dass es keine Kinder mit Behinderungen sind! Wenn sich immer mehr Schulen und Lehrer beklagen, hat das Gründe!
      Und warum haben Politiker "zu der Integration behinderter Kinder in Deutschland versagt"? Haben Sie die Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten genau mitverfolgt und miterlebt? Haben Sie schon Mal in Schulen und Heime im Ausland reingeschaut?

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  10. Schade dass Sie meinen 2.Beitrag zensiert haben. Hätte ich mich despektierlich gegenüber der Lehrerin geäußert, wäre das sicher nicht passiert. Traurig!

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    1. Zensiert wird in diesem Blog nichts. Es wird gekürzt, wenn zu lang oder zu weit weg vom Thema. Kommentare werden gar nicht veröffentlicht, wenn sie beleidigend, verächtlich oder strafrechtlich relevant sind. Das sind UNSERE Regeln. Es ist UNSER Blog.

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  11. Mein behindertes Kind hat eine Regelschule besucht.Kein Pädagoge hat in all den Jahren mein Kind als bockig bezeichnet,wie diese Sonderpädagogin es in dieser Geschichte tut.Mein Kind war Aufgrund seiner Behinderung, Gott weiß nicht pflegeleicht. Traurig wenn eine Sonderpädagogin ihr Klientel als bockig bezeichnet.Das ist respektlos!Zumal Sonderpädagogen müssten es am besten wissen, dass behinderte Kinder so oft die kognitive Fähigkeiten nicht haben um ihre Mitmenschen zu verstehen.

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Danke für Ihre Anmerkung. Wir behalten uns vor, diese hier zu veröffentlichen.